Bariton
Im Jahr 1843 entstand das Bariton - auch Euphonium genannt-, als man in Weimar ein besonders weitmensuriertes Tenorhorn baute, um einen noch voluminöseren und weicheren Klang zu erzielen. Im Blasorchester übernimmt das Bariton eine eigene, meist im Baßschlüssel notierte Stimme, die teilweise das Tenorhorn, teilweise die Bässe stützt. Das Bariton ist ein Blechblasinstrument mit 4 oder 3 Ventilen, sehr ähnlich dem Tenorhorn. Grundstimmung des Baritons ist Kontra-B. Geblasen wird das Baritonhorn mit dem Kesselmundstück. In Mittel- und Osteuropa wird das Bariton zumeist in der ovalen Form verwendet. In den letzten Jahren hat sich zunehmend auch die gerade Bauform, das Euphonium, und die ovale Form mit dem Schalltrichter nach vorne, das Bellfront etabliert, das aus dem westeuropäischen Raum (Frankreich, Benelux-Staaten, Iberische Halbinsel und vor allem Großbritannien) stammt.
